Limiting the bandwidth for large downloads on a slow internet connection
Posted on: March 23rd, 2009On our super-fast 446 kbit/s internet connection, which seems above all to be configured wrong by our ISP, downloading a file with full speed results in ping times around 5000 ms. This is of course unacceptable, as every single web page takes several minutes to load then. The problem can be fixed by manually limiting the download rate to 20 KB/s or so when you plan to download a large file, but this is not always easily possible, for example when watching a YouTube video. An additional problem is that two clients that both limit their download rate to 20 KB/s can hang up the internet again when they download simultaneously. Furthermore it would be great if normal surfing, small downloads, would not be limited in bandwidth for keeping the speed at the possible maximum.
The best solution I could imagine was a transparent proxy that limited the download rate of large downloads automatically, letting small downloads pass through at full speed. Those large downloads should share a specified bandwidth, so multiple downloads would not make the internet slower than a single one.
So I wrote a simple TCP proxy that does exactly this. It listens on a port for incoming TCP connections. For each connection, it opens another TCP connection to a specified port on a specified server (so it is best used in combination with a HTTP proxy or whatever procotol you want to use it for) and redirects the traffic between these two connections. As soon as a configured download traffic limit is reached, the transfer is switched to “low-priority mode”, where it has to share a specified bandwidth with all other downloads running on low priority.
On my local server there already is a HTTP proxy running as cache. If I just used my bandwidth-limiter TCP proxy now and connected that to my HTTP proxy, the bandwidth limit would also be applied for transfers that are already cached by the HTTP proxy and thus make the cache useless. So I have to start an additional transparent HTTP proxy server that does not do anything except for redirecting the incoming connections from my bandwidth limiter to the internet. Sounds a bit like too much work and too many redirects, but it is the easiest solution I have found, as Squid does not seem to support the kind of bandwidth limit I need. So my configuration looks like this: My HTTP proxy cache (in my case Squid) is configured to use another proxy, which I set to localhost and the port my bandwidth limiter listens on. The bandwidth limiter connects to another HTTP proxy running on localhost, which is configured to do nothing but forward the request to the Web.
My bandwidth limiter (called “bwproxy”) is written in Java, you can download it from http://gitorious.org/bwproxy/bwproxy. It is available under the terms of GPL-3, feel free to send modifications or bug reports to me.
Solariumverbot für Minderjährige
Posted on: March 13th, 2009Ich zitiere http://www.express.de/nachrichten/news/gesundheit-2008/solarium-verbot-fuer-minderjaehrige_artikel_1235811361200.html. Ein Gesetzentwurf „zum Strahlenschutz“ will Minderjährigen den Zugang zum Solarium verbieten. Begründung: Für Kinder und Jugendliche, die regelmäßig ins Sonnenstudio gehen, erhöhe die künstliche UV-Strahlung das Risiko einer Hautkrebserkrankung erheblich, begründete das Ministerium das geplante Nutzungsverbot.
. So ein Blödsinn.
Politiker und Mediziner scheinen sich nicht im Klaren darüber zu sein, was ein „Risiko“ ist. Ich nehme es mal als erwiesen an, dass UV-Strahlung auf die Haut das Hautkrebsrisiko „erhöht“. Was das bedeutet: Der Anteil der Menschen, die unter Hautkrebs leiden, ist unter denen, die mehr UV-Strahlung auf die Haut abbekommen, größer als unter denen mit weniger UV-„Belastung“.
Ich erinnere mich kurz an Kapitel 1 des Buches „Psychologie“ von P. G. Zimbardo. In einem Abschnitt erfindet er eine Studie, die besagt, dass Studenten, die rauchen, schlechter in Klausuren abschneiden als Studenten, die nicht rauchen. Es gibt nicht etwa nur eine Möglichkeit, was das bedeutet, sondern vier:
- Zigarettenrauch schadet in irgendeiner Weise der Intelligenz, dem Gedächtnis, dem Konzentrationsvermögen oder sonst etwas, das sich direkt oder indirekt auf die Zensuren auswirkt (das wäre das, was die Bildzeitung aus einer solche Studie sofort schließen würde.)
- Studenten, die schlechte Noten schreiben, beginnen aus Frust oder aus anderen Gründen zu rauchen
- Ein externer Faktor verursacht beides, denkbar wäre zum Beispiel, dass partybegeisterte Studenten statistisch gesehen öfter rauchen, gleichzeitig aber weniger Zeit und Lust zum Lernen haben und deshalb schlechter abschneiden
- Der Zusammenhang ist Zufall.
Klar ist, dass es allerhöchstens Zufall wäre, wenn unter Zutreffen von Variante 2, 3 oder 4 das Einstellen des Rauchens eine Verbesserung der Zensuren zur Folge hätte.
Wir nehmen also wieder an: Menschen, die mehr UV-Strahlung auf die Haut abbekommen, leiden statistisch gesehen häufiger an Hautkrebs als Menschen mit weniger UV-„Belastung“. Das bedeutet lange, lange nicht das, was heutzutage jedes Kind beigebracht bekommt, nämlich dass UV-Strahlung Hautkrebs verursacht, und erst recht nicht, dass eine Einstellung der UV-Belastung das Hautkrebsrisiko senkt.
Was wäre, wenn nicht die UV-Strahlung Ursache für den Hautkrebs ist, sondern zum Beispiel, aus welchen Gründen auch immer, Menschen, die sich schlicht mehr um ihr Äußeres sorgen, hautkrebsgefährdeter wären als Menschen, die ihr Aussehen so akzeptieren, wie es ist. Ich kann wohl in Anbetracht aktueller Schönheitsideale davon ausgehen, dass statistisch gesehen Leute, die diesen Schönheitsidealen folgen wollen, sich zwecks Bräunung öfter UV-Strahlung aussetzen als die anderen (und sich noch „öfterer“ ins Solarium begeben als die anderen). Und schon wäre der Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebs hergestellt, und freilich würde es am Hautkrebsrisiko nichts ändern, die Bräunung zu unterlassen, es höchstens erhöhen, wenn dem Schönheitsideal noch weniger gefolgt werden kann als ohnehin.
Wer Menschen schützen will, indem er versucht, Risiken zu senken, der wird die Menschen immer weiter in ihrer Freiheit einschränken, die Risiken jedoch werden gleich bleiben. Wer aus einem statistischen Zusammenhang urteilt, dass UV-Strahlung Hautkrebs verursacht, der müsste auch behaupten, dass Speiseeis das Hautkrebsrisiko erhöht, schließlich sind die Menschen dort, wo es heiß ist und deshalb mehr Eis gegessen wird, mehr UV-Strahlung ausgesetzt. Und kein Mensch würde Teenagern zu ihrem Schutze das Eisessen untersagen.
Ein weiterer fehlbegründeter Versuch, Minderjährige in ihrer Freiheit einzuschränken, die Eltern ihrer Erziehungsberechtigung zu enteignen und in den kommenden Generationen bestimmte Meinungen und gesellschaftliche Normen zu erzwingen. Das hatten wir in Deutschland zuletzt in der DDR, davor im Dritten Reich, ich bin gespannt, wo das noch hinführt. Ich bin schon seit Monaten am Grübeln, in welchen Fällen der Staat, die Gesellschaft, die Vormünder und in welchen das Kind selbst über seine Erziehung bestimmen sollte, und hoffe, dass ich bald zu einem Ergebnis kommen werde.
Kaugummiverbot
Posted on: March 7th, 2009Irgendwann wurde uns einmal in der Schulkonferenz mitgeteilt, dass der Hausmeister ständig Kaugummis unter den Tischen entdeckte, was eine Menge unnötiger Arbeit verursachte. Es wurde diskutiert, wie man dieses Problem eindämmen könne. Es wurde mehrheitlich beschlossen, das Kaugummikauen in der Schule zu gänzlich zu verbieten, quasi als Steigerung der Tatsache, dass die meisten Lehrer das von sich aus schon taten.
In einer späteren Sitzung ging es darum, ob dieses Verbot in die Hausordnung aufgenommen werden sollte. Allerdings hatte niemand Informationen darüber, ob das Kaugummiverbot eine Besserung bezüglich des Müllproblems eingebracht hatte. Trotzdem wurde mehrheitlich beschlossen, das Verbot in die Hausordnung aufzunehmen.
Diesen Beschluss halte ich heute für völlig inakzeptabel. Hier wurde die Freiheit der Schüler eingeschränkt, ohne dass ein Nutzen nachgewiesen war. (Die Freiheit, Kaugummi zu kauen, halte ich nebenbei in der Schule, wo man meist ohne gefrühstückt und ausgeschlafen zu haben erst nach zwei oder drei Stunden zum Essen kommt, aus mundgeruchstechnischen Gründen für sehr wichtig.) Würde ich heute noch in der Schulkonferenz sitzen, würde ich einen Antrag auf Abstimmung darüber stellen, das Kaugummikauen über die Schulordnung explizit zu erlauben, den Lehrern also zu verbieten, die Schüler darin einzuschränken. Denn welchen Grund hat ein Schüler, seinen Kaugummi unter die Bank zu kleben, wenn das Kauen im Unterricht erlaubt ist und keiner dafür ermahnt wird?
Eine solche Entscheidung wäre aber natürlich für eine konservative Regierung, wie sie eine jede Schule hat, untragbar. Schließlich ist es Mode, Schülern und Menschen so viele Dinge zu verbieten, dass man sich bei jedem Unglück aus der Verantwortung ziehen kann, indem man darauf verweist, dass ja ein Gesetz gebrochen wurde.
Properly ripping last.fm streams
Posted on: March 4th, 2009I’d been looking for a proper way to rip last.fm streams for a very long time. All rippers I could find (like TheLastRipper) are only able to rip lastfm:// URLs, which might be useful to get a lot of songs of a specified tag and then pick out the good ones, but if you are looking for a specific song that is playable on Last.fm in full length, a lastfm:// URL does not exist, the song is only playable via the Flash plug-in.
My solution of the problem is a combination of the Firefox plug-ins BetterCache (unstable version 1.24 works on Linux) and CacheViewer. BetterCache allows you to overwrite the HTTP caching instruction headers, thus to force Firefox to cache files that it should not following the HTTP standard (such as Last.fm MP3 files or YouTube Flash videos). CacheViewer provides you with a GUI for the about:cache list. By searching the cached files for the MIME type audio/mpeg and the host name ^s\d+\.last\.fm$ (s*.last.fm, * standing for a number), you can easily copy the cached MP3 files to your hard drive.
Be careful with the BetterCache add-on. In the default configuration, it modifies Firefox to use the cache for all files not transfered over SSL, which is in most cases not the behaviour you desire. If you want to enable BetterCache only for specified MIME types, remove the wildcard entry from the “Always-cache list” and add it to the “Never-cache list”. Also make sure that “Never-cache list works as ignore list” is enabled.
At the moment, BetterCache does not seem to support wildcards in URLs. Personally, I added audio/mpeg for all URLs to the “Always-cache list”. As soon as wildcards are supported, you may enable it only for *.last.fm.
Jugendherberge Bayrischzell
Posted on: December 14th, 2008Nachdem die wenigen EDV-Stellen, die ich finden konnte, alle besetzt waren, beschloss ich, mich beim Deutschen Jugendherbergswerk nach einer neuen Zivildienststelle umzusehen. Ich erhoffte mir dort eine angenehme Mischung abwechslungsreicher Tätigkeiten (Hausarbeit, Gartenarbeit, Empfang der Gäste, Telefondienst etc.), auf jeden Fall keine monotone Tätigkeit. Außerdem ist die Übersicht über die verfügbaren Zivistellen beim DJH relativ schnell zu erlangen, im Gegensatz zu anderen Stellen. Ich begann, sämtliche Jugendherbergen in Bayern anzurufen und nach einer freien Stelle zu fragen. Erstaunlich, wie man teilweise angemault wird, wenn man eröffnet, dass man die Stelle möglichst bald einnehmen möchte, und wenn man dann erwähnt, dass es aufgrund eines Zivildienststellenwechsels so dringend ist, wissen viele immernoch nicht, was los ist. Oder man macht es wie das Haus International in München und lässt mich erst die ganze Geschichte, warum der Wechsel notwendig ist, erzählen, um mir dann zu eröffnen, dass man bereits zig mehr Zivis dahätte als eigentlich erlaubt und man mich auf keinen Fall aufnehmen könnte.
Die meisten Jugendherbergen hatten erst wieder ab Februar, manche erst deutlich später wieder eine Stelle frei, meist hieß es, im November oder Dezember würden nunmal selten welche frei werden. Das wundert mich, denn wenn der Zivildienst 9 Monate (ein Dreiviertel-Jahr) dauert, müssten ja alles Vierteljahr irgendwo Stellen frei werden, sofern die Stellen dauerhaft besetzt sind. Zieht man zur Überlegung hinzu, dass viele Gymnasiasten im Juli, viele im August, viele im September und einige im Oktober mit dem Zivildienst beginnen, müsste es ja eigentlich jeden Monat freie Stellen geben.
Jedenfalls habe man bei vielen Jugendherbergen gehört gehabt, dass die DJH Dachau dringendst einen neuen Zivildienstleistenden suche, da einer „abgesprungen“ sei. Als ich in Dachau anrief, eröffnete man mir, dass man eventuell eine Stelle frei hätte, über mich aber erst in drei Wochen entscheiden könne, da die Chefin derzeit im Urlaub sei. Sehr „dringendst“.
Irgendjemand war ganz enthusiastisch und listete mir die „größten“ Jugendherbergen in Bayern auf, die „immer auf der Suche nach Zivis“ seien. Das Haus International hatte ich ja bereits angerufen, die Jugendherberge in Passau eröffnete mir, gar keine Zivildienstleistenden zu beschäftigen, die in Oberstdorf war gar nicht zu erreichen (muss ja ein Mordsbetrieb sein) und die in Lindau hatte ebenfalls keine Stelle frei.
Jedenfalls boten mir drei Jugendherbergen am Alpenrand an, die Sache abzusprechen und mich zurückzurufen, tatsächlich tat das dann auch eine, die in Bayrischzell, Landkreis Miesbach. Am nächsten Abend fuhr ich also direkt dort vorbei.
Nach beidseitiger Zusage lag mir die Einberufung innerhalb eines Tages vor. Wenn es darum geht, jemanden loszuwerden, scheint das Bundesamt für Zivildienst etwas schneller zu sein als wenn es darum geht, jemanden zu gewinnen (meine Verweigerung hatte man nach zwei Monaten noch nicht akzeptiert).
Bis Ende Dezember ist Schließzeit, wir haben ein paar Renovierungs- und Putzarbeiten durchgeführt, danach ist die Aufgabe wieder, die Zimmer vorzubereiten, zu reinigen und in der Küche zu helfen. Die Tätigkeit mag vielleicht nicht ganz so lehrreich zu sein wie das, was ich an der Uniklinik Ulm gemacht habe, aber dafür gefällt mir die Atmosphäre sehr gut, da die Zivis alle dort wohnen und man so in guter Gesellschaft ist. (An der Uniklinik hatte ich kaum Kontakt zu Gleichaltrigen.) Die Landschaft gibt natürlich auch so einiges her.
Die Jugendherberge liegt auf dem Sudelfeldpass auf 1200 Metern Höhe. Die nächste Ortschaft, Bayrischzell, ist 5 km entfernt und hat etwa 1000 Einwohner. Zuhause in Ingerkingen, ebenfalls 1000 Einwohner, nächste größere Stadt etwa 10 km entfernt, haben wir 446 kbit/s bei einer Pingzeit von bis zu 15 Sekunden. Im hinterletzten Eck, in den Alpen, fernab jeglicher Zivilisation, ist das Internet etwa 1500 kbit/s schnell!
Jedenfalls wohne ich ab 27. Dezember wieder dort in der Jugendherberge (derzeit habe ich Urlaub wegen Schließzeit), das einzige, worauf ich noch gespannt bin, ist, wie ich mit dem Auto dort hinkomme, wenn alles zugeschneit ist.
Deutsches Recht II / Zivildienststellenwechselzwang
Posted on: December 14th, 2008In Deutschland muss ein jeder junger Mensch 9 Monate Zwangsarbeit leisten, sofern er von bestimmten Leuten als körperlich in der Lage erachtet wird, Soldat zu sein, unabhängig davon, ob diese angeblichen körperlichen Fähigkeiten für die Ausübung der Zwangsarbeit vonnöten sind. Frauen werden automatisch als ungeeignet eingestuft, Männer müssen sich einer körperlichen Untersuchung unterziehen, die unter Anderem eine Untersuchung des Urins, ein genaues Horchen auf Herz- und Lungenfunktion, eine Einschätzung des Äußeren des Körpers und das Betasten eines willkürlich ausgewählten Teils des Geschlechtsorgans während eines erzwungenen Hustens einschließt. Weiterhin werden sie zu ihrer Krankheitsgeschichte, zu der ihrer Verwandten und zu ihrer psychischen Belastbarkeit befragt.
Beim Antritt des Zivildienstes wird eine weitere „Untersuchung“ durchgeführt. Hier wird der Zivildienstleistende zu seiner vergangenen und aktuellen Krankheitsgeschichte befragt und hat per Vertrag wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Der Urin wird erneut untersucht. Da der Zwangsarbeiter während der Zeit seiner Beschäftigung über eine spezielle Krankenversicherung versichert ist, die nur in bestimmen Fällen zahlen will, soll so sicher gestellt werden, dass es für sie nicht zu teuer wird.
Arbeitet der Zivildienstleistende in einem Krankenhaus, so muss er ein drittes Mal „gemustert“ werden. In einer Gewerkschaftsverordnung steht, dass alle Mitarbeiter eines Krankenhauses auf einen ausreichenden Hepatitis-B-Schutz untersucht werden müssen. Der Grund: Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Hepatitis B zu erkranken, wenn man mit Blut in Berührung kommt. Und auch Mitarbeiter der EDV-Abteilung oder andere, die nie mit Patienten Kontakt haben, könnten ja unter mysteriösen Umständen mit Blut Kontakt haben.
Gesetzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Mitarbeiter für Krankheiten oder Verletzungen, die sich dieser während des Arbeitsverhältnisses zuzieht, zu entschädigen, indem er ihm einerseits eine bestimmte Behandlung finanziert und andererseites eventuell eine Rente bezahlt. Da aber im Falle von Hepatitis B nicht nachweisbar ist, ob die „Infektion“ innerhalb der Arbeitsstelle oder außerhalb geschehen ist, kann nicht eindeutig entschieden werden, ob die Krankenkasse oder die Arbeitnehmerversicherung die Kosten tragen müsste, deswegen wird die Impfung vorgeschrieben.
Um sicherzustellen, dass ein Schutz vorliegt, reicht der Eintrag im Impfpass den Ärzten nicht aus. Es muss das Blut des Mitarbeiters untersucht werden, um festzustellen, ob die Impfung anscheinend erfolgreich war. Um das Blut zu untersuchen, muss der Mensch körperlich versehrt werden, indem ihm mit einer Nadel Blut entnommen wird.
Bei mir wollte die Untersuchung einen Monat nach Dienstantritt durchgeführt werden. Als ich die Blutabnahme verweigerte, versuchte mir die Ärztin wie immer ein schlechtes Gewissen einzureden. Nachdem das nicht funktionierte, tat sie so, als fühlte sie sich persönlich durch meine Einstellung angegriffen. Als auch das keine Wirkung zeigte, begann sie, sich über mich lustig zu machen und füllte schließlich den Untersuchungsbogen mit einem in ihrer Erbostheit hingekrakelten „Untersuchung nicht durchführbar, der Mitarbeiter verweigert jegliche Form der Blutabnahme“ aus.
Einige Tage später wurde mir eröffnet, dass ich meine Zivildienststelle in absehbarer Zeit wechseln müsste. (Nebenbei: Es verletzt eindeutig die Schweigepflicht, zu erwähnen, dass bisher kein anderer Mitarbeiter eine Blutabnahme verweigert hat.) Sofort wurde mir der Patientenkontakt (ich musste bis dahin einmal in der Woche einem Patienten die Elektroden für ein EKG anlegen) untersagt, mit der Begründung, man wisse nicht, welche Krankheit ich verheimlichen wolle und wolle eine Gefährdung der Patienten ausschließen. Also versetzte man mich in die technische Versorgungszentrale, bis ich eine neue Stelle gefunden hätte. Komischerweise befürchtete man nicht, dass ich Giftgas in die Luftversorgungsanlage des Krankenhauses einleiten würde, zu der ich dort Zugang hatte. Oder eine Bombe in einen Wäschebehälter installieren, die dort vollautomatisch auf die Stationen versandt wurden.
Wenige Leute (Anerkennung an die vier) hatten Verständnis für meine Entscheidung.
Argument 1: Die Blutuntersuchung dient dem Schutz des Mitarbeiters. Das kann allerdings nicht stimmen, denn an Praktikanten wird die Untersuchung nicht durchgeführt, und an einem Viertel der Mitarbeiter, mit denen ich über die Sache sprach, war ebenfalls keine Untersuchung durchgeführt worden, obwohl diese teilweise regen Patientenkontakt hatten. (Die Leute, die sich verantwortlich fühlten, mich mit diesem Argument zu überzeugen, fühlten sich nicht verantwortlich für diese Tatsache und gaben die Verantwortung plötzlich an andere ab.)
Argument 2: Die Blutuntersuchung dient dem Schutz der Patienten. Das kann allerdings nicht stimmen, wie verantwortungslos wäre es denn gewesen, dass ich einen Monat lang ohne Untersuchung Patientenkontakt hatte?
Argument 3: Die Folgen einer Hepatitis-B-Erkrankung überwiegen stark, eine Blutabnahme ist doch nur ein kleiner Pieks. Dazu sage ich: Dass ich in dem Krankenhaus Hepatitis-B-gefährdet bin, ist alles andere als nachgewiesen, und mit einem „kleinen Pieks“ vergleichbar ist eine Blutabnahme auch nicht. (Wie erklärt ihr euch, dass eine Frau bei einer Vergewaltigung Schmerzen empfindet, obwohl mit ihr körperlich das gleiche passiert wie bei gewolltem Sex?)
Ich fasse also zusammen: Das schulmedizinische Hirngespinst von Risiken und Wahrscheinlichkeiten stellt fest, dass ich im Dienst Hepatitis-B-gefährdet bin. Weil rechtlich nicht klar ist, wer im Falle einer Hepatitis-Erkrankung eine Behandlung bezahlen müsste, die ich ablehnen würde, muss ich auf mein Recht auf körperliche Unversehrtheit verzichten. Und weil ich das nicht tue, hält man mich für nicht in der Lage, selbst für mich zu entscheiden und das „Risiko“ auf mich zu nehmen und verbietet mir deshalb, in einem Krankenhaus zu arbeiten. Zusätzlich führt meine Berufung auf mein Recht auf körperliche Unversehrtheit zu Misstrauen unter Menschen, die mir einst Patientendaten und Patienten anvertrauten.
Unser deutscher Sozialstaat hat es tatsächlich geschafft, mich von meiner Zwangsarbeit zu feuern!
Deutsches Recht I
Posted on: December 1st, 2008http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,593141,00.html
„Die Nacktspiele seien erst bekannt geworden, als eine Mutter berichtete, dass ihr Sohn ihr von einem sexuellen Kontakt zwischen einem Jungen und einem Mädchen erzählt habe.“
http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/nacktraum-kita-fuer-4-wochen-geschlossen_artikel_1225959928922.html
„Rund zwei Drittel der Kinder würden von ihren Eltern derzeit aus Verunsicherung zu Hause behalten, sagte der Sprecher.“
Die armen Kinder werden nie wieder richtig lieben können… wenn sie ihre Tracht Prügel von den Eltern erhalten haben, ein sexueller Kontakt zwischen einem Jungen und einem Mädchen ist schließlich eine abscheuliche Sünde! Geradezu widernatürlich!
Mehrfachsteckdosen
Posted on: October 19th, 2008Vermutlich begründet sich die Tatsache, dass bei modernen Mehrfachsteckdosen eine unglaubliche Kraft notwendig ist, um einen Stecker hineinzustecken, in einer medizinischen Studie zu diesem Thema. 20 Probanden mussten solche Steckdosen benutzen, während man zwanzig weiteren Steckdosen gab, die nur so wirkten, als bekomme man die Stecker nicht hinein, in Wirklichkeit war allerdings Strom auf den Steckdosen (Placebo-Kontrollgruppe). Nachdem die Studie ergab, dass sich unter denjenigen Testpersonen, die nicht wussten, dass Strom auf ihren Geräten war, mehr Haushaltsunfälle ereigneten als bei denjenigen, die ihre Geräte gar nicht erst einstecken konnten, beschloss man, zur erhöhten Sicherheit der Verbraucher nur noch „sichere“ Steckdosen herzustellen.
Mündliche Noten
Posted on: September 25th, 2008Pro Schulhalbjahr werden nicht nur in der Oberstufe zwei Klassenarbeiten in den Hauptfächern geschrieben, in den Nebenfächern nur eine. Die Oberstufe sieht allgemein Doppelstunden für alle Fächer vor, weshalb die Klassenarbeiten auf diese ausgedehnt werden können, in jüngeren Stufen werden aber in Nebenfächern oft zwei separate Stunden in der Woche abgehalten, ein Verlegen der Stunde bedarf erhöhten Aufwandes, besonders durch die Lehrkraft selbst. Klassenarbeiten werden deshalb so ausgelegt, dass man allerhöchstens eine Stunde dafür braucht.
In einer Physik-Klausur zum Beispiel wäre diese Zeit sehr knapp, wenn man den Stoff des ganzen Halbjahres abfragen wollte, man bedient sich also des üblichen Mittels: Aus den mehreren behandelten Themen wird ein vorher nicht angekündigtets herausgesucht und in der Klassenarbeit vertieft. Die Schüler müssen theoretisch alle Themen beherrschen, trotzdem kann die Klassenarbeit innerhalb einer Stunde geschafft werden. Sie besteht aus einer großen Rechenaufgabe zum Thema, für andere Aufgaben bleibt nicht mehr viel Zeit, vielleicht ein paar kleinere Zusatzaufgaben, die die Note nicht wirklich beeinflussen, höchstens die „volle Punktzahl aus Glück“ verhindern.
Mist, wenn man die ausschlaggebende Formel gerade zu dieser Aufgabe, möglicherweise trotz intensivem Lernen, nicht mehr richtig wiedergeben kann. Das läuft auf fast keine Punkte hinaus, obwohl man alle anderen im Halbjahr behandelten Themen perfekt beherrscht. Einzige Klassenarbeit im Halbjahr, die Zeugnisnote wird also direkt beeinflusst, in der Oberstufe wäre der Kurs vielleicht versenkt. Unfair, soll die Note nicht mein Wissen widerspiegeln? Ich habe doch vier von fünf Themen beherrscht, nicht gar keins, wie die Note behauptet.
Irgendjemand hat das wohl einmal erkannt und sich eine Möglichkeit ausgedacht, wie der Lehrer ohne einen erhöhten Arbeitsaufwand (Klassenarbeit über alle Themen) die Möglichkeit hat, in einem solchen Unglücksfall die Note des Schülers wenigstens in die Richtung seines tatsächlichen Wissens- und Könnensstandes zu bewegen: mündliche Noten. Diese Erfindung schafft dem Lehrer die Freiheit, aus dem Verhalten seiner Schüler auf deren Kenntnisse zu schließen, oder aber sie zu allen möglichen behandelten Themen abzufragen und sich dadurch ein Bild von ihnen zu machen. Auf diese Weise wird der Risikofaktor „Pech“ oder auch „Glück“ in der Klassenarbeit gesenkt und die Zeugnisnote den tatsächlichen Begebenheiten angepasst. Der Lehrer entscheidet selbst, in welchem Verhältnis er die schriftlichen und mündlichen Noten einrechnet, je nachdem, wie zuverlässig er sich im Einschätzen seiner Schüler hält. Die schriftlichen Noten senken weiterhin das Risiko des Irrtums seitens des Lehrers.
Einige, die meisten, Lehrer haben dieses Konzept irgendwie nicht oder falsch verstanden, und meinen, die mündlichen Noten nicht nach dem Wissen und Können des Schülers zu bilden, sondern nach seinem Verhalten und besonders nach seiner Mitarbeit. So kommt es, dass meine Physiknote nicht mehr wiedergibt, wie gut ich mich in der Physik auskenne, sondern wie gut ich mich mit dem Lehrer verstehe und bei wievielen Fragen (ob sinnlosen oder sinnhaften) ich bereit war, öffentlich eine Antwort dazu zu geben, letztendlich hängt sie also auch davon ab, welche Fragen der Lehrer überhaupt stellt. Der Arbeitgeber, der später eine schlechte Physiknote in meinem Zeugnis entdeckt, kann daraus also allerhöchstens auf meinen Lehrer schließen.
Ein Schüler, der selten anwesend ist oder der den Unterricht stört, darf nur in seiner Verhaltensnote schlecht dafür bewertet werden. (Wozu gibt es die denn sonst?)
Ein Schüler, der seine Hausaufgaben nicht macht oder sich im Unterricht nicht meldet, darf nur in seiner Mitarbeitsnote schlecht dafür bewertet werden. (Wobei in einigen Fächern das Erledigen der Hausaufgaben allein Sache des Schülers ist, aber das ist ein anderes Thema.)
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jede Note im Zeugnis tatsächlich das widerspiegelt, was sie bezeichnet (und nicht die Physiknote für das Verhalten steht). Die Voraussetzungen hierfür sind ja gegeben, denn gerade zu diesem Zweck wurden wohl die Verhaltens- und Mitarbeitsnoten eingeführt. Noten in den Fächern sind kein Mittel, um Schüler zu erziehen oder zu bestrafen. Gerade in der Oberstufe entscheiden sie maßgeblich über die Zukunft des Schülers und müssen deshalb seine tatsächlichen Fähigkeiten anzeigen. Ein Schüler darf sich ein gutes Zeugnis nicht erkaufen müssen, indem er im Unterricht aufpasst und damit oder anders das Selbstwertgefühl oder die Stimmung des Lehrers steigert.
Ich bedanke mich bei meinem Physiklehrer dafür, dass er dieses Konzept verstanden und als einziger konsequent durchgezogen hat.
PulseAudio doing random things
Posted on: June 8th, 2008I’ve tried to play around with the PulseAudio configuration, but random things seemed to happen. Sometimes I changed the configuration, started the server and then changed it back again, and suddenly PulseAudio would behave completely different. Most of the times the current configuration was not applied immediately but later when I had already changed it to something different.
The solution to this problem is very strange: Remove the “volume-restore.table” file from the user’s home directory that PulseAudio is run on. In my case, with the daemon running as user “pulse” on Gentoo Linux, that was “/var/run/pulse”. This file is created by the server sometimes, so be sure it does not exist everytime you change the configuration and restart PulseAudio.